der Ruinentourist

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Einblick in eine vergangene Zeit

Hier in dem Blog befasse ich mich ja auch mit einem ziemlich jungem Genere, der Ruinen-Fotografie. Man einer denkt stumpf, ja Urbex halt. Aber da liegt meines Erachtens nach ein kleiner dazwischen. Urban-Expolring in der Form der Stadterkundung bzw. dem Erkunden von verlassenen Orten sowie die Ruinen-Fotografie als Kunstform für sich innerhalb der Fotografie.

Wir alle kennen die Schnappschüsse aus den Lostplace-Gruppen, wo die Bilder im ISO Rauschen ersaufen oder wo der Kamerablitz dem Bild den Rest gegeben hat. Sprich einfach nur das dokumentarische abklappern der Objekte. Ich persönlich strebe nach dem Ziel die Orte fotografisch neu in Szene zu setzen, die Bilder für sich sprechen zu lassen.

Die Ruinen-Fotografie entspringt an sich der Architektur-Fotografie, in der ich mich sehr wohl fühle, aber auch der Landschafts-Fotografie in die ich mich auch zeitweise verirre. Wenn man sich im Web mal umsieht, erkennt man schnell die Wurzeln der Ruinenfotografie. Im Englischen nennt man diese Sparte auch Ruin-porn, was ich durchaus sehr treffend finde.

Auch wen der Stil an sich noch recht jung ist, bilden sich hier schon Unterkategorien z. B. in der Aktfotografie. Durchaus spannend, aber nicht jedermanns Geschmack.

Für Ruinenfotografen gibt es durchaus unterschiedliche Motivationen:

  • Der Reiz, durch Schutzeinrichtung gesicherte Orte zu betreten
  • Die Raritäten, da die Orte durch Ihre schwierige Zugänglichkeit seltener aufgenommen werden
  • Die Suche nach Spuren und der Nostalgie
  • Der Bann des Morbiden, des Verfalls und der Rückeroberung durch die Natur
  • Einblick in gesellschaftliche und Technologische Kritik

In meiner heutigen Aufnahme, habe ich ein Treppenhaus einer alten Kaserne abgelichtet, an der sichtlich der Zahn der Zeit nagt. Ironischerweise musste ich hier an die typisch deutsche Hauswoche denken. Fakt ist, das hier der Nachbar wohl länger nicht mehr mit dem Besen durch ist.

Aufgenommen habe ich das Bild mit meiner Nikon D7200 ISO500 18mm f/3.5 1/50s

Warum mit einer Blende f/3.5? So bekommt ein verwaschener Retrolook ins Bild 😉 Schärfe durch und durch, ist nicht immer die Lösung?

Was fasziniert euch an der Ruinenfotografie? Schreibt es doch gerne in die Kommentare 😉

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